Literarische Reise nach München

Termin: Freitag, 20. – Sonntag, 22. April 2012

Diese dreitägige Reise, die von der literarischen Gesellschaft Forum Allmende e. V. angeboten wird, führt Sie auf literarischen Wegen in und um München. Sie spazieren durch Schwabing, das um 1900 mit zahlreichen schillernden literarischen Persönlichkeiten und Künstlerkreisen Mittelpunkt der künstlerischen Moderne in Deutschland war, besichtigen das Literaturhaus, entdecken Thomas Manns Spuren in München und erleben eine literarische Bootsfahrt auf dem Starnberger See.
Bei unseren literarischen Entdeckungen werden wir geführt von Dr. Dirk Heißerer, Literaturwissenschaftler, Vorsitzender des Thomas-Mann-Förderkreises München, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher u. a. über die Schwabinger Bohème um 1900 (Schwabinger Kunstpreis 1993) und Thomas Mann (Thomas-Mann-Medaille 2009).

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Die Jahresausstellung 2011

Ausstellung von FORUM ALLMENDE
in Zusammenarbeit mit dem Hermann-Hesse-Höri-Museum in Gaienhofen

Hermann Kinder: Produkt, Prozess und Privates
Materialien aus dem eigenen Archiv

Eröffnung: Sonntag, 30. Oktober 2011, 11 Uhr
Ausstellungsdauer: 30. Oktober 2011 bis 31. Januar 2012

Hermann Kinder wurde 1944 in Thorn geboren und war von 1972 bis 2008 Germanist an der Uni Konstanz. Für seine zahlreichen Romane und Erzählungen erhielt er verschiedene Preise und Auszeichnungen. Aus seinem Selbstarchiv, das vom Michael-Felder- Archiv in Bregenz übernommen wurde, zeigt die Ausstellung Materialien zu Leben und Werk. Schwerpunkt ist einmal die Öffnung des Buchs zu seinem Entstehungsprozess und zu seiner Rezeption, was vor allem an dem Publikumserfolg „Der Schleiftrog“ dokumentiert wird. Der zweite Schwerpunkt liegt auf dem Kontrast zwischen öffentlichen und privaten Bildern: Werbungs-Plakate gegen Selbstbilder, die als Einhand-Selbstschnappschüsse und als Zeichnungen in den Tagebüchern entstehen, die bislang noch nie öffentlich aufgeschlagen wurden. Sie folgen einer „Ästhetik des Hässlichen“, die auch Merkmal von Kinders Texten ist. Text- Bild-Kombinationen haben Kinder, der auch Kunstgeschichte studiert hat, offenbar von Beginn an gelockt.

Rahmenprogramm

Sämtliche Veranstaltungen finden im Hermann-Hesse-Höri-Museum statt.

13. November, 11 Uhr
Hans Helmut Straub, früher Stadttheater Konstanz, liest Texte von Hermann Kinder.

27. November, 11 Uhr
Das „hässliche“ Selbstprotrait
Vortrag von Hermann Kinder

22. Januar 2012, 11 Uhr
Der kalte Druck, die heiße Schrift. Einblicke in Hermann Kinders literarisches Archiv. Vortrag von Jürgen Thaler, Leitender Literaturarchivar des Franz-Michael-Felder- Archivs der Vorarlberger Landesbibliothek in Bregenz.

Frank Lettenewitsch liest aus „Bohème in Kustenz“

Im Herbst 2009 wurde der Roman „Bohème in Kustenz“ von Eduard Reinacher aus dem Jahr 1929 als Band 7 der „Reihe Forum Allmende“ neu aufgelegt (vgl. „Zum Lesen“/„Reihe Forum Allmende“ auf dieser website). Er spielt nach dem Ersten Weltkrieg, als das behäbige Konstanz mit einer Schar umtriebiger Autoren und Verleger konfrontiert wurde, die die Stadt partout zu einem „alemannischen Montmartre“ (Norbert Jacques) zu machen gedachten. Im Mittelpunkt steht der aus Dresden zugezogene Expressionist Rudolf Adrian Dietrich, der – in den Worten Reinachers – nicht eher von der Stadt lassen wollte, bevor er nicht alle Schulden gemacht hatte, die sich am Bodensee machen liessen. Der elsässische Autor Eduard Reinacher (1892-1968), damals selbst am Bodensee lebend, gibt in seinem komischen Roman ein satirisches Bild dieser aufregenden –und aufgeregten – Zeit.

Nun besteht Gelegenheit, Teile aus diesem Roman auch zu hören. Im Rahmen der schon traditionellen Veranstaltungsreihe „Literatur in den Häusern der Stadt“, die alljährlich in Konstanz durchgeführt wird, hat Frank Lettenewitsch, Schauspieler am Stadttheater Konstanz, das Buch Ende Februar 2010 vorgestellt und daraus gelesen. Stark die Hälfte unseres damaligen Mitschnitts dieser Lesung steht nun als Audiodatei zur Verfügung. Streaming (lädt schneller) ist ebenfalls verfügbar.

„Zum Lesen und Hören“

heißt unsere Rubrik, in der Sie immer wieder neue Beiträge zur Literatur der Region finden. Neu sind Essays und Aufsätze von Ekkehard Faude über Nelly Dix, von Peter Frömmig über Hermann Lenz („Ein schwäbischer Fremdling“), von Inga Pohlmann über Wilhelm Schäfer und die Schweiz und von Harry Pross über das Allgäu („In einem beschaulichen Land“). Über das Thema literarische Recherche hat sich Rainer Wochele anhand der Erfahrungen mit seinen Roman „Der General und der Clown“ Gedanken gemacht. Lesen Sie doch mal rein!

Siegmund Kopitzki: Zehn Thesen zum "Umgang mit einem schwierigen Erbe"

In Konstanz gibt es seit Jahren eine Auseinandersetzung um den Dichter Wilhelm von Scholz (1874-1969), die in letzter Zeit an Schärfe zugenommen hat. Worum geht es? Scholz ging in Konstanz zur Schule, hat seit den zwanziger Jahren bis zu seinem Tode auf dem Konstanzer Familiensitz Seeheim gelebt und in den Jahren des „Dritten Reiches“ mehr an bereitwilliger Zustimmung zur Ideologie des Nationalsozialismus geleistet, als seinem literaturgeschichtlich ohnehin geschwundenen Nachruhm gut tun kann. So widerrief er beispielsweise die Toleranzbotschaft seines frühen Theaterstücks „Der Jude von Konstanz“ (1905), ließ sich zu Elogen auf Hitler herbei und formulierte noch 1944 lyrische Durchhalteappelle.

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Literatur in Library 2.0

Die literarische Gesellschaft Forum Allmende ist Partner in einem bis Juli 2009 von der EU geförderten Grundtvig 2 – Lernpartnerschaften Projekt, an dem Bibliotheken, Sprachenschulen und Literaturgesellschaften aus Belgien, Schweden, Spanien, Griechenland und Deutschland teilnehmen.

In „Literatur-Cafés“, die im Internet in mehreren europäischen Sprachen und in der virtuellen Welt „Second Life“ stattfinden, sollen europäische Lektüren diskutiert und Erfahrungen darüber ausgetauscht werden. Im Mai 2009 findet zum Abschluss in Gaienhofen am Bodensee eine europäische Konferenz mit Ausstellung und literarischem Programm statt, die von Forum Allmende und dem Hermann-Hesse-Höri-Museum organisiert wird.
Sie sind herzlich eingeladen, am Projekt und den Literatur-Cafés teilzunehmen.
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Tag um Tag

Unter dem Titel „Tag um Tag” stellt die literarische Gesellschaft Forum Allmende e. V. das Buch des Autors K. D. Diedrich „Meine Biberacher Zeit“ von Januar bis Dezember 2007 als Weblog ins Netz. Wir danken dem Kulturdezernat der Stadt Biberach/Riss und dem Literarischen Forum Oberschwaben für ihre Förderung. mehr



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