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Peter Renz über Hermann Kinder
Am 19. Juli stand Hermann Kinder (nebenbei: Gründungsmitglied von FORUM ALLMENDE) im Mittelpunkt einer außergewöhnlichen Veranstaltung. Anlass war seine Verabschiedung als Akademischer Rat der Universität Konstanz und sein (zwar beschlossener, aber zeitlich noch nicht feststehender) Abschied vom Bodensee. Auf Anregung des Südkurier-Kulturredakteurs Siegmund Kopitzki trafen sich Freunde, Kollegen und Weggefährten Kinders im Ballsaal der Konstanzer Seerhein-Gastronomie, um öffentlich einen Tag lang („von zehn bis zehn“) zu Ehren von Hermann Kinder aus ihren Arbeiten zu lesen – unter anderem Bruno Epple, Katrin Seglitz, Walter Neumann, Jochen Kelter, Zsuzsanna Gahse, Peter Salomon, Ulrike Längle, Beat Brechbühl, Peter Renz, Johanna Walser und Björn Kern. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema Bodensee-Literatur.
Einen eigens auf Hermann Kinder verfassten Text von Peter Renz finden Sie hier.
Mitgliederversammlung 25./26. Oktober 2008 in Ravensburg
Vorankündigung
Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am 25./26. Oktober in Ravensburg statt – ganz in der Nähe von Großholzleute, wo unser begleitendes Kulturprogramm stattfinden wird. Denn der „Adler“ in Großholzleute war der Ort, an dem 1958 die Gruppe 47 tagte und Günter Grass mit der „Blechtrommel“ vor genau 50 Jahren seinen Durchbruch erlebte. Da die Gruppe 47 zu mehreren Tagungen im oberschwäbischen Raum weilte (Inzigkofen, Saulgau mehrfach, und eben Grossholzleute), erschien uns dieses Jubiläum durchaus geeignet, auf diesen Umstand einmal hinzuweisen und ihn als Tatsache unserer regionalen Literaturgeschichte herauszustellen.
Wir konnten den Schriftsteller und Kritiker Peter Hamm für einen Abend in der ehemaligen Gerichtslaube im oberen Stock des „Adler“ gewinnen. Peter Hamm ist in diesem bestimmten Falle nicht irgendwer: er war 1958 bereits Lektor im Pfullinger Neske-Verlag (wo „Die Blechtrommel“ zuerst hätte erscheinen sollen, bevor Grass dann nach dem Erfolg der Lesung in Grossholzleute zu Luchterhand wechselte), und er nahm selbst als ganz junger Autor und Lyriker an mehreren Tagungen der Gruppe 47 im süddeutschen Raum teil. Wir dürfen uns also auf einen Autor freuen, der uns Umstände und Einzelheiten an jene inzwischen legendären Auftritte lebendig vermitteln kann. Franz Schwarzbauer vom Kulturamt Ravensburg und Manfred Bosch werden sich bemühen, ihm seine Erinnerungen zu entlocken, bevor auch die Anwesenden Gelegenheit zu eigenen Fragen haben werden.
Im Anschluss an dieses Gespräch werden wir im historischen Gasthaus „Adler“ zu Abend essen, bevor wir mit dem Bus nach Ravensburg zurückfahren. Am Sonntagvormittag bietet dann das Kulturamt Ravensburg eine literarische Stadtführung an; nach dem Mittagessen findet um 14 Uhr die offizielle Mitgliederversammlung statt. Da am darauf folgenden Wochenende in der Städt. Galerie Ravensburg eine Tom-Wesselmann-Retrospektive (mit Stillleben von den 60er Jahren bis zu seinem Tod) eröffnet werden wird, bietet uns Franz Schwarzbauer vorab eine Führung durch die Ausstellung an. Dafür bietet sich der Samstag Nachmittag vor der gemeinsamen Abfahrt nach Großholzleute an.
Die Einladung zur Mitgliederversammlung wird Ihnen noch rechtzeitig zugesandt.
Reinhold-Schneider-Preis für Wolfgang Heidenreich
Der alle zwei Jahre vergebene Reinhold-Schneider-Preis der Stadt Freiburg wurde für 2008 dem 75jährigen Rundfunkjournalisten und Lyriker Wolfgang Heidenreich zugesprochen. Heidenreich erhält den Preis für seine essayistischen Porträts, erschienen unter dem Titel „Die fertige Hand“, sowie für seine beiden Lyrikbände „Geröll“ (2006) und „Maische“ (2008). Heidenreich, der seine späten Gedichte einer unheilbaren Krankheit abrang, leitete das Landesstudio Freiburg des SWF/SWR und war lange Jahre Vorsitzender der Jury des Peter-Huchel-Preises. Sein Band „Maische“ ist zugleich als Band 5 der „Reihe FORUM ALLMENDE“ erschienen. Wir gratulieren unserem Mitglied zur Zuerkennung des Preises herzlich!
Exkursionen 2008: Literatur und Kunst in Zürich
„`Meinen Sie Zürich zum Beispiel/sei eine tiefere Stadt/Wo man Wunder und Weihen/immer als Inhalt hat?´“, fragt Gottfried Benn in seinem Gedicht `Reisen´. Das muss nicht davon abhalten, Zürich literarisch zu erkunden. Hier lässt sich nämlich sehr ergiebig den Spuren berühmter Schriftsteller folgen. Die Spiegelgasse beispielsweise, wo Georg Büchner im Exil lebte und Hugo Ball das `Cabaret Voltaire´ mitbegründete und wo auch Robert Walser eines seiner Domizile hatte, wurde `die literarischste Gasse der Welt´ genannt. In Zürich gründete Erika Mann das Exilanten-Kabarett `Pfeffermühle´. Ob Tucholsky oder Brecht, Lasker-Schüler, Werfel, Döblin und Canetti: Zürich ist überreich an literarischen Erinnerungen und Geschichten“. - Mit diesen Worten kündigte Forum Allmende für den 4. Juli 2008 einen Literaturspaziergang an. An ihm nahm – im Auftrag des Germanistenmagazins „Denkbilder“ – auch die Germanistikstudentin Julia Ann Stüssi teil. Ihren Bericht hat sie freundlicherweise auch Forum Allmende zur Verfügung gestellt.
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Literatur in Library 2.0
Die literarische Gesellschaft Forum Allmende ist Partner in einem bis Juli 2009 von der EU geförderten Grundtvig 2 – Lernpartnerschaften Projekt, an dem Bibliotheken, Sprachenschulen und Literaturgesellschaften aus Belgien, Schweden, Spanien, Griechenland und Deutschland teilnehmen.
In „Literatur-Cafés“, die im Internet in mehreren europäischen Sprachen und in der virtuellen Welt „Second Life“ stattfinden, sollen europäische Lektüren diskutiert und Erfahrungen darüber ausgetauscht werden. Im Mai 2009 findet zum Abschluss in Gaienhofen am Bodensee eine europäische Konferenz mit Ausstellung und literarischem Programm statt, die von Forum Allmende und dem Hermann-Hesse-Höri-Museum organisiert wird.
Sie sind herzlich eingeladen, am Projekt und den Literatur-Cafés teilzunehmen.
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Jahresausstellung 2008
im Hermann-Hesse-Höri-Museum Gaienhofen:
Horst Brandstätter - Schriftsteller, Antiquar, Galerist
18. März 2008 – 1. Juni 2008
Vernissage 16. März, 11 Uhr
Die Jahresausstellung 2008 von FORUM ALLMENDE im Hermann-Hesse-Höri-Museum in Gaienhofen gilt dem Schriftsteller, Antiquar, Galeristen und Literaturkenner Horst Brandstätter. Die südwestdeutsche Region verdankt ihm eine Fülle von Anregungen, Wiederentdeckungen und kulturellen Initiativen. Kuratiert wird die Ausstellung von Jochen Greven, der auch die Begleitpublikation dazu herausgibt.
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Literaturcafé im Frühjahr 2008
In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Schopfheim
Das Thema des diesjährigen Literaturcafés lautet Annäherungen an Orte. Dazu wählen wir einen doppelten Zugang: einmal durch die Vorstellung eines Bildbandes zur Region, dem auch einschlägige literarische Texte und Zitate beigegeben sind; sodann durch die Lesung beispielhafter Texte, in denen unsere Region literarisch Konturen gewinnt.
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Tag um Tag

Unter dem Titel „Tag um Tag” stellt die literarische Gesellschaft Forum Allmende e. V. das Buch des Autors K. D. Diedrich „Meine Biberacher Zeit“ von Januar bis Dezember 2007 als Weblog ins Netz. Wir danken dem Kulturdezernat der Stadt Biberach/Riss und dem Literarischen Forum Oberschwaben für ihre Förderung. mehr
„inslandgeschaut“
„inslandgeschaut“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Fotostudio Frei und FORUM ALLMENDE e.V., in dem ein großformatiges Buch mit Fotos und literarischen Texten über die Markgräfler Region, Südschwarzwald und Oberrhein hergestellt und im November 2007 erscheinen wird.
Mehr unter www.inslandgeschaut.de.
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