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Robert Walser zum 50. Todestag

2006 jähren sich nicht nur die Tode Gottfried Benns und Bert Brechts zum 50. Mal; am ersten Weihnachtstag des Jahres 1956 starb auch der Dichter Robert Walser in Herisau, wo er seit 1933 Insasse der Anstalt gewesen war und literarisch verstummte. Mit seinem umfangreichen Werk, das Romane wie „Geschwister Tanner“ oder „Der Gehülfe“, zahllose Prosatücke, Aufsätze, Gedichte, Dialoge und die lange als nicht entzifferbar geltenden „Mikrogramme“ umfasst, zählt er zu den faszinierendsten, freilich auch rätselhaftesten Dichtern der literarischen Moderne. Lieblingsautor vieler anderer Schriftsteller wie Hermann Hesse und Franz Kafka, Robert Musil und Walter Benjamin, Peter Bichsel und Martin Walser, blieb Robert Walser gleichwohl ein „ewiger Empfehlungsfall“ und Geheimtipp, der nie in die Breite zu dringen vermochte.  

Der „unbekannten Berühmtheit“ Robert Walser gilt deshalb ein Vortrag mit Lesung von Dr. Jochen Greven, den die literarische Gesellschaft Forum Allmende  e. V.  in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Schopfheim unter dem Titel „Die Heimkehr eines verlorenen Sohnes der Literatur“ anbietet. Greven promovierte 1960 mit der ersten deutschsprachigen Arbeit über Walser, der zum Thema seines Lebens wurde: 1966 bis 1973 erarbeitete er die erste Gesamtausgabe der Werke Walsers; später gab er bei Suhrkamp die davon abgeleitete Werkausgabe (1978) und die Sämtlichen Werke in Einzelausgaben (1985/86) heraus. Jochen Greven, der in Verlagen und Rundfunkanstalten arbeitete und bis 2001 erster Präsident der Robert-Walser-Gesellschaft war, legte unter anderem die Bücher „Figur am Rande, in wechselndem Licht“ (1992) und  „Robert Walser – ein Außenseiter wird zum Klassiker. Abenteuer einer Wiederentdeckung“ (2003) vor.  

Der Vortrag findet am Sonntag, 15. Oktober, 11.15 Uhr in der Kulturfabrik Schopfheim, Johann-Karl-Grether-Str. 2 statt.

Die Einzelheiten im Überblick:

Robert Walser zum 50. Todestag 

Die Heimkehr eines verlorenen Sohnes der Literatur 

Vortrag mit Lesung von Jochen Greven 

Der Schweizer Robert Walser (1878-1956) war ein Lieblingsautor vieler anderer Schriftsteller – von Hermann Hesse und Franz Kafka bis zu Zeitgenossen wie Peter Bichsel oder Martin Walser. Aber sein Werk ist immer noch rätselhaft und allzu wenig bekannt.

Jochen Greven hat es jahrzehntelang als Herausgeber betreut.

Termin: Sonntag, 15. Oktober 2006, 11.15 Uhr

Ort: Kulturfabrik, Joh.-Karl-Grether-Str. 2, Schopfheim

Gebühr: 8,00 EUR 
 

Literatur – Café 

>Bärbel Anders und Rudolf Schlaf 

Am ersten Abend wollen wir an den Vortrag über Robert Walser anknüpfen und aus seinem Buch „Der Gehülfe“ lesen. Am zweiten Abend stellen wir Ihnen den schopfheimer Autor Reitzel (1848 – 1898) vor, der 20jährig in die USA auswanderte und dort zu einem der bedeutendsten Vertreter der deutschsprachigen Literatur Amerikas wurde. 

Termine: Dienstag, 14. und 28. November, 19.30 Uhr 

Ort: Kulturfabrik, Joh.-Karl-Grether-Str. 2, Schopfheim 

Gebührenfrei! 
 

Infos und Anmeldungen:

Volkshochschule Schopfheim Telefon:  0 76 22 / 67 39 –1 80

Joh.-Karl-Gretherstr. 2 (Kulturfabrik) Fax:  0 76 22 / 67 39 –1 79

79650 Schopfheim E-Mail:  vhs @schopfheim.de

            Homepage:  www.vhs-schopfheim.de