Newsletter Januar 2012

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder von FORUM ALLMENDE!

Wie Sie unserem letzten Protokoll entnehmen konnten, haben sich die Teilnehmer unserer letzten Mitgliederversammlung in Haslach für das Jahr 2012 für Basel als Tagungsort entschieden (mit der Möglichkeit, im preiswerteren Lörrach zu übernachten). Bitte, merken Sie sich dafür schon einmal den Termin vom 12. bis 14. Oktober vor. An der Planung des – wie zuletzt in Marbach – dreitägigen Begleitprogramms werden sich unsere Mitglieder Inge Gula und das Ehepaar Irmtraud und Dieter Künzel beteiligen. Erste Überlegungen sehen Führungen im Basler Papiermuseum (darum bemüht sich unser Mitglied Eduard Fueter, ein nicht zuletzt in Dingen des frühen Buchdrucks besonders versierter Bibliophile) und im Haus der Basler Lesegesellschaft (durch deren Präsidenten Albert M. Debrunner) vor, ferner wollen wir das völlig neu gestaltete Hebel-Museum in Hausen im Wiesental besuchen. Zur Vorbereitung möchte Felicitas Andresen auf Klaus Nonnenmanns „Ein Lächeln für morgen“ hinweisen, das Jochen Greven aus dessen Nachlass herausgegeben hat. Es spielt teils in Hausen und handelt u. a. vom Toleranzgedanken bei Hebel und Lessing. (Das Buch kam 2000 im Tübinger Verlag Klöpfer & Meyer heraus und ist vergriffen, ist aber online noch erhältlich, etwa qua zvab („Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher“)).

Für die auf Ihre Anregung hin von Bärbel Anders vorbereitete literarische Wochenendreise nach München vom 20. bis 22. April haben sich genügend Interessenten angemeldet, sodass sie tatsächlich stattfinden kann. Sie hat die Schwabinger Literatenszene um 1900 sowie biographische und literarische Schauplätze rund um Thomas Mann zum Thema; auf einer kleinen Rundfahrt auf dem Starnberger See wird es außerdem um die dortige literarische Szene gehen.

Nicht stattfinden wird dagegen unsere für Frühjahr/Frühsommer 2012 vorgesehene Ausstellung über expressionistische Literatur und Grafik am Beispiel der Sammlung Peter Salomon, weil wir uns mit ihm nicht über die Modalitäten einigen konnten. Nach bisher sieben Ausstellungen – zuletzt über den Schriftsteller und Literaturwissen-schaftler Hermann Kinder – gerät unsere jährliche Präsenz im Hermann-Hesse-Höri-Museum damit leider ins Stolpern. 2013 jedoch wird es mit der von Eduard Fueter betreuten Ausstellung über schweizerisch-deutsche Literaturbeziehungen am Beispiel von Robert Faesi weitergehen.

Am 6. und 7. Juli wird es in Konstanz und am 8. Juli in Salem unter dem Motto „Idyllen – und was die Literatur daraus macht“ die fünfte Auflage von „Literatur am See“ geben; nun zum zweiten Mal unter dem Dach von FORUM ALLMENDE. Durch die Förderung der Landesstiftung Baden-Württemberg konnten wir das Programm erweitern: So starten wir im Juni mit Workshops für Jugendliche unter der Leitung des Theaterpädagogen Felix Strasser, deren Ergebnisse zum Thema „Idyllen“ am 6. Juli in der Werkstattbühne des Stadttheaters Konstanz vorgestellt werden. Anschließend folgt am 7. Juli die ganztägige Lesung in Konstanz mit den Autoren Marc Buhl, Christof Hamann, Nina Jaeckle, Walle Sayer, Johanna Walser und Hanspeter Wieland im Studio der Philharmonie und am 8. Juli die Matinée-Lesung in Salem mit Beat Brechbühl, Ulrike Längle und Angelika Overath.

Dank der Mittel, die die Landeszentrale für politische Bildung B.-W. dafür bereitgestellt hat, kann der „Freundeskreis Jacob Picard“ den Berliner Filmemacher Marcus Welsch („LandschaftsGeschichten“) damit beauftragen, das über 12 Stunden (!) umfassende Filmmaterial mit Erzählungen unseres Mitglieds Dr. Hannelore König über das jüdische Wangen zu bearbeiten und für pädagogische sowie Dokumentationszwecke im Rahmen unserer „Gedenkstätte Jacob Picard“ aufzubereiten. Am 27. Januar hatte der „Freundeskreis Jacob Picard“ zusammen mit den übrigen Gedenkstätten-Initiativen und jüdischen Arbeitskreisen im Lande Gelegenheit, seine Arbeit im Stuttgarter Landtag vorzustellen. Hierzu wurde ein eigener Flyer erarbeitet.

Die Hauslesungen auf der Höri, die Suzanne Dingler nach wie vor mit viel Einsatz und unter tätiger Mithilfe von Felicitas Andresen und Bruno Epple bestreitet, gehen bereits ins vierte Jahr. Zuletzt haben Oswald Burger und Hansjörg Straub ihr Buch über den jüdischen Landrat Levinger aus Überlingen und seine schreibende Tochter Barbara Lee vorgestellt; zuvor haben wir – handstreichartig und natürlich zur Überraschung Suzanne Dinglers – einen Abend aus Anlass ihres 86. Geburtstags mit einigen ihrer Lieblingsautoren und -texte gestaltet. Als nächstes wird Prof. Ulrich Ott den Schriftsteller und Verleger, Sammler und Mäzen (die Reihenfolge lässt sich beliebig vertauschen) Harry Graf Kessler vorstellen, dessen vielbändiges und zeitgeschichtlich hoch bedeutsames Tagebuchwerk er mit herausgegeben hat.

Unsere im Dreiländereck lebenden Mitglieder möchten wir noch auf eine Matinée-Lesung von FORUM ALLMENDE am 17. März in der Kulturfabrik Schopfheim hinweisen. Unter dem Titel „Wohin gehen die vergangnen Tage? Und woher sind sie eigentlich gekommen?“ haben Bärbel Anders und ich ernste und vergnügliche Texte zusammengestellt, passend zum VHS-Themenschwerpunkt „Gesellschaftlicher Wandel“. Lesen wird die Texte der Schauspieler Wolfgang Hepp.

Und last not least ist auf unserer Homepage inzwischen der Vortrag eingestellt, den Matthias Spranger auf der Mitgliederversammlung 2011 in Haslach über den Dichterpfarrer Heinrich Hansjakob gehalten hat. Auch die Eröffnungsrede Jochen Kelters zur Eröffnung der Ausstellung „Hermann Kinder. Produkt, Prozess und Privates. Materialien aus dem eigenen Archiv“, die Ende Januar zu Ende ging, lässt sich dort nachlesen.

Mit den besten Wünschen und herzlichen Grüßen bin ich

Ihr Manfred Bosch


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